Nein, sorry, wir stellen keine Frauen ein

Hallöchen FriendsđŸ’«

Heute geht’s um -wie man vom Titel schon herleiten kann- Sexismus beim Job.

Es ist allgemein bekannt, dass Frauen weniger verdienen als MĂ€nner. Egal, ob sie Lehrerinnen sind, im BĂŒro arbeiten oder Hollywood-Schauspieler.

Frauen in Deutschland verdienen im Durchschnitt 22% weniger als MĂ€nner.

Hallo?? Das geht ja mal gar nicht! Sie arbeiten mindestens genauso hart und viel und verdienen einfach anstatt 2000€ im Monat nur 1560€ (als Beispiel).

Warum ich dieses Thema anspreche? Nicht nur, weil es offensichtlich asozial und sexistisch ist. Das natĂŒrlich auch. Aber ich wollte spezifisch ĂŒber dieses Thema schreiben, weil ich mich fĂŒr eine Ausbildung in einem Druckbetrieb bewerben wollte, aber mir von vorne herein gesagt wurde, dass ich es gar nicht zu versuchen brauche, da sie nur MĂ€nner annehmen. Bitch what? Jetzt wird mir also ein Arbeitsplatz verweigert, nur weil ich eine Frau bin? Na vielen Dank auch.

Anscheinend seien Stoffrollen oder sowas zu schwer, als dass eine Frau sie tragen könnte. Rollen, die nicht mal ein Mann alleine tragen kann. Ähm oke?? Also HSW, du bist bei mir unten durch. Und ja, es ist mir egal, dass ich jetzt anti-Werbung fĂŒr euch mache 🙂

Dagegen muss unbedingt etwas unternommen werden, findet ihr nicht auch? Aber gut, was sollen wir schon anstellen können….

An die Chefs hier: BEZAHLT. EURE. MITARBEITER. GERECHT. EGAL. OB. MANN. ODER. FRAU.

An die Angestellten: Wenn ihr Ladies wisst, dass ihr weniger bekommt, als die MĂ€nner, obwohl ihr das Gleiche leistet, sprecht euren Chef/eure Chefin darauf an. Und BITTE erzĂ€hlt mir dann, was als BegrĂŒndung fĂŒr den Gehaltsunterschied aus der Nase gezogen wurde 😀

xx Emi

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10 Gedanken zu „Nein, sorry, wir stellen keine Frauen ein

  1. Schau dir deine Quellen mal genau an, wie war die Fragestellung der Statistik, wie wurden die Gruppen ausgewĂ€hlt….man kann keine unterschiedlichen Berufsgruppen vergleichen und das wird oft gemacht.

    Lehrer handeln ihr Gehalt nicht aus. Im öffentlichen Dienst gibt es festgelegte GehĂ€lter die nicht vom Geschlecht abhĂ€ngen. Es gibt aber z.b. Stufen nach Alter, Anzahl der Kinder usw. . Ich glaube also der Aussage aber man mĂŒsste wirklich mal schauen warum die 100 € es wĂ€re sonst ein Gesetzesverstoß. Das Land, da sind Lehrer angestellt, wĂŒrde diesen Verstoß nicht begehen.
    Bewirb dich! Lass es darauf ankommen.

    Das Problem ist, dass Frauen oft durch Kinder eine Unterbrechung haben die sich schwer ausgleichen lÀsst.
    Das lÀsst sich nicht bis ins Detail durch Gesetze ausgleichen.
    Außerdem ist ein Kind auch eine Leistung die erbracht wird. Frauen bekommen dafĂŒr Ausgleich bei der Rente. MĂ€nner mĂŒssen dafĂŒr lĂ€nger arbeiten um diese Zeit/Anspruch aufzuholen. Wir werden nie die Biologie völlig ĂŒberwinden können und ich glaube auch nicht, dass wir dann glĂŒcklicher wĂ€ren. Ist das Ziel weibliche MĂ€nner? MĂŒssen Frauen den selben Weg gehen wie MĂ€nner? Finden Frauen ihr GlĂŒck auf dem selben Weg? Ist GlĂŒck nur eine Frage des Gehalts? Ist Geld das Lebensziel, Konsum Lebensinhalt?

  2. Hm, hat der mÀnnliche Kollege vorher im öffentlichen Dienst gearbeitet und/oder Wehr- bzw. Zivildienst geleistet?
    Bei den Erfahrungsstufen im öffentlichen Dienst werden solche Zeiten (je nach Bundesland) angerechnet.
    Das ist z. B. bei mir (Beamter in NRW) der Fall. Ich habe eine Kollegin, die eine Gehaltsstufe ĂŒber mir ist (wir haben zeitgleich angefangen), weil ihre Zeit als Laborassistentin im ÖD anerkannt wurde, meine Zeit als Projektingenieur in der Industrie nur teilweise.

  3. @ Girlfourequality:
    “ da es durchaus genĂŒgend Druckerinnen gibt, die ihren Job toll machen.“
    Und warum richtest Du Dich dann nicht nach Angebot und Nachfrage und suchst Dir einen Job in dem es noch nicht genĂŒgen tolle Frauen gibt?

    Es geht ja nicht nur um „machen was sie wollen“, sondern nicht zuletzt um Angebot und Nachfrage. Das hat mit Sexismus nun ĂŒberhaupt nix zu tun.

    Wenn Du z.B. ernsthaft der frauenfeindlichen Meinung bist ( die ich NICHT teile ), daß Frauen bei ungefĂ€hr gleichem Gehalt tatsĂ€chlich im Schnitt 22% weniger Lohn verdienen als MĂ€nner, dann biete Dich doch einfach um 25% billiger an, dann wirst Du doch gern genommen.
    Oder meinst Du nicht, daß jeder das bekommen sollte, was er verdient?

    Soweit mir bekannt ist bis heute KEIN Gender-Pay-Gap nachzuweisen. Es gibt möglw. den einen oder anderen Wage-Gap, aber auch der ist nicht nachweisbar, da er ggf. signifikant geringer als das jeweilige statische Grundrauschen ausfÀllt. Laut Destatis im Gesamtdurchschnitt kleiner als 6%, bei einem Rauschen von ca. 7%, laut Wirtschaftsinstitut kleiner 2%, bei einem Rauschen von ca. 3-4%.
    Wobei die lokalen und branchenĂŒblichen Unterschiede auch noch herausgerechnet werden mĂŒĂŸten, z.B. daß in manchen BundeslĂ€ndern und manchen Institutionen umgekehrte VerhĂ€ltnisse herrschen. Da bekommen die Frauen, bei etwa gleichem Verdienst wohlgemerkt, messbar höhere Löhne als die MĂ€nner.

    Wie ist das eigentlich bei den Angestellten der Druckbetriebe?
    Was fĂŒr Zahlen bei welcher BetriebsgrĂ¶ĂŸe, Organisationsform, geographischen Lage, TĂ€tigkeit, ggf. Auszubildendenstatus gibt es denn da zu berichten?
    Wenn Du Dich damit so gut auskennst, daß Du öffentlich irgendwelche angeblichen Diskriminierungen anprangerst, sollte es Dir doch leicht fallen, das mal genauer aufzuschlĂŒsseln, oder?

    Butter bei die Fische, please.

  4. Zum Kollegen der Freundin mit 100 € mehr im Monat.
    Brutto oder Netto?
    Verbeamtet oder angestellt?
    Verheiratet oder Single? Kinder?
    Es gibt einige geschlechtsunabhĂ€ngige GrĂŒnde fĂŒr unterschiedliche Bezahlung von Lehrern.

  5. NatĂŒrlich ist das sexistisch. Schließlich sollten auch Frauen das machen können, was sie wollen. Und wenn Frauen -wie jetzt in deinem Beispiel- GerĂŒstbauerinnen werden wollen und das ihr absoluter Traumjob ist (man weiß ja nie), dann sollten sie nicht benachteiligt werden nur aufgrund des Geschlechts. Nur weil es gesellschaftlich vielleicht lieber gesehen ist, dass Frauen KindergĂ€rtnerinnen sind (ich kenne aber sogar KindergĂ€rtner), heißt das ja nicht, dass sie nicht das Zeug dazu haben, GerĂŒstbauerinnen zu werden. Frauen können auch stark genug fĂŒr solche Berufe sein. Ja, ich gebe zu, dass MĂ€nner an sich vielleicht besser dazu geeignet sind, ABER Frauen sollten zumindest nicht von Anfang an gleich in eine Schublade „zu schwach dafĂŒr“ oder „nicht genug Durchhaltevermögen“ gesteckt werden.
    In meinem Fall mit der Druckerfirma ist es meiner Meinung nach noch sexistischer zu sagen „Wir stellen keine Frauen ein“, als bei deinen Beispielen (da könnte ich es noch eher verstehen), da es durchaus genĂŒgend Druckerinnen gibt, die ihren Job toll machen.
    Und da du das mit den KindergĂ€rten erwĂ€hnst: SelbstverstĂ€ndlich ist es genauso sexistisch lieber Frauen als MĂ€nner einzustellen. Das geht natĂŒrlich genauso wenig.
    LG

  6. Wieso soll es denn sexistisch sein, lieber MĂ€nner als Frauen einzustellen, noch dazu in der auf Umsatz angewiesenen Privatwirtschaft?
    In KindergÀrten bspw. ist es nachweislich umgekehrt.
    Und ich gehe jede Wette darauf ein, daß bis auf ganz seltene Ausnahmen, alle Frauen es absolut richtig finden, als GerĂŒstbauer, Industriekloakentaucher, Hochspannungsmastenkletter, AKW-Reiniger etc., bevorzugt MĂ€nner einzustellen?
    So what?

  7. Naja, aber ich habe mir meine Informationen nicht nur im Internet geholt, sondern auch Verwandte, Bekannte etc. selbst gefragt. Eine Freundin von mir ist zum Beispiel Lehrerin mit den FĂ€chern Englisch und Geschichte. Ein Kollege von ihr hat dieselben FĂ€cher, ist ein Jahr kĂŒrzer als sie dabei und verdient im Monat ca. 100€ mehr als meine Freundin. Also sind es nicht nur MĂ€rchen, sondern -zumindest in manchen Bereichen- Wirklichkeit.
    Zu dem anderen Punkt: Ich habe die Firma selbst gefragt, ob die Leute suchen und ob ich denen eine Bewerbung schreiben kann. Daraufhin haben die eben das gesagt, dass sie eher MĂ€nner einstellen. NatĂŒrlich verurteile ich niemanden im Voraus.
    Danke fĂŒr deine Anmerkung! 🙂
    LG

  8. Die Darstellung ist sehr tendenziös und kaum belegbar. Das MĂ€rchen des angeblich niedrigeren Gehalt von Frauen basiert auf verfĂ€lschten Statistiken. Frauen sind z.B. hĂ€ufiger in schlechter bezahlten Berufen tĂ€tig. Wenn ein Mann diesen Beruf ausĂŒbt, verdient er genau so wenig. Ein KindergĂ€rtner, Friseur, Altenpfleger usw. verdient nicht mehr weil er ein Mann ist.
    Es mag ja sein, dass ein kleiner Betrieb manchmal zögert bei der Einstellung aber bei der heutigen FachkrĂ€ftesituation ist das die Ausnahme. Wenn hat es auch praktische Grunde. Ein zweiter Umkleideraum, Toilette …. Aber davon sind MĂ€nner in typischen Frauenberufen genau so betroffen.
    Außerdem, bewirb dich und lass es darauf ankommen. Vermutlich stimmt die Aussage gar nicht. Wenn du es nicht probierst ist es ein Beispiel fĂŒr „Anleitung zum unglĂŒcklich sein“ , den anderen im Voraus fĂŒr die deiner Meinung nach Ungerechtigkeit zu verurteilen ohne ihm die Chance gegeben zu haben dich wirklich ungerecht zu behandeln, ĂŒber Regen meckern der dich nass macht, bevor er gefallen ist.

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